Zum Inhalt springen

10. November 2006: AG 60 plus: "Junge Ideen, alte Erfahrungen"

Anlässlich einiger auf einem gemeinsamen Seminar der Jusos und der AG SPD 60 plus erarbeiteten Anforderungen an das neue SPD-Grundsatzprogramm, erklärt der Vorsitzende der AG 60 plus in der SPD, Otto Graeber: "Wir haben keinen Generationen- sondern einen Verteilungskonflikt", so lautet die Analyse der jungen und älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars, das am 4./5. November 2006 in Springe stattfand. Die Altersspanne reichte von einer Juso-Teilnehmerin, die vor dem Abitur steht, bis zum 80-jährigen Bundesvorsitzenden der AG SPD 60 plus, Otto Graeber. Das "Generationenseminar" entwickelte die folgenden Anforderungen an das neue SPD-Grundsatzprogramm:
- Die drei Grundsätze "Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" sind gleichwertig zu behandeln. - Wir brauchen gleichen Zugang zu den Ressourcen wie Gesundheit, Bildung, Kultur, Arbeit, usw. - Wir wollen gleiche Chancen ab der Geburt ein Leben lang. - Wir brauchen Bildungsmöglichkeiten für alle ein Leben lang. - Der Interessenkonflikt liegt nicht zwischen jung und alt, sondern zwischen den Klassen. - Wir haben Mitverantwortung in der Gesellschaft (Subsidiaritätsprinzip). - Wir wollen die Anerkennung der Leistungen der älteren und jüngeren Menschen. - Zu den Aufgaben des Staates gehört die Bereitstellung der Infrastruktur (sozial, technisch, kulturell, usw.). - Nachhaltigkeit gilt für alle Politikbereiche, im Besonderen der Finanzpolitik, der öffentlichen Daseinsvorsorge und dem Erhalt der staatlichen Handlungsfähigkeit. - Wir brauchen ein gerechtes Steuersystem und ein leistungsfähiges Sozialsystem - Wir wollen am demokratischen Sozialismus festhalten. - Wirtschaft und Demokratie gehören zusammen. Der Genossenschaftsgedanke muss gestärkt werden. - Die Mitbestimmung muss ausgebaut werden. - Internationale Solidarität gehört verankert. - Wir brauchen einen aktivierenden/vorsorgenden Sozialstaat. - Wir brauchen Orientierung in Zeiten des Wandels. - Zu einem würdevollen Leben gehört auch würdevolles Sterben. - Wir brauchen Orte und Möglichkeiten der Begegnung für Jung und Alt.

Vorherige Meldung: Martin Wehner neuer Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion

Nächste Meldung: SPD kritisiert Ende der Altersteilzeit

Alle Meldungen