Simon Hartmann erhofft mehr Verlässlichkeit und massive Investitionen in Südniedersachsens Bahninfrastruktur: Betreiberwechsel auf der Leinetalstrecke
Betreiberwechsel auf der Leinetalstrecke: Simon Hartmann erhofft mehr Verlässlichkeit und massive Investitionen in Südniedersachsens Bahninfrastruktur
Der anstehende Betreiberwechsel von Metronom zu DB Regio im schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV) auf der Leinetalstrecke zwischen Hannover und Göttingen muss nach Ansicht des SPD-Landratskandidaten Simon Hartmann eine echte Wende für die Schiene in der Region einleiten. Ein starker Schienenverkehr ist von essentieller Bedeutung für ganz Südniedersachsen und entscheidend dafür, dass die Region auch für Pendlerinnen und Pendler attraktiv bleibt. Und ein funktionierender Nahverkehr ist auch entscheidend für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes. Hartmann verknüpft den Betreiberwechsel mit klaren Erwartungen und einem umfassenden Forderungskatalog für die regionale Bahninfrastruktur.
Mehr Konstanz und weniger Ausfälle
Die Bahngesellschaft Metronom hat im Jahr 2002 die Strecke übernommen und mit modernen Doppelstockwagen den Komfort spürbar angehoben. „Ich selbst bin viele Jahre auf dieser Nord-Süd-Strecke gependelt und möchte mich daher ausdrücklich beim Personal des Metronom für die Arbeit in den vergangenen Jahren bedanken.“ Dennoch wurde die Kritik in den letzten Jahren immer lauter. „Die Bürgerinnen und Bürger in Südniedersachsen brauchen einen Schienenverkehr, auf den sie sich zu jeder Zeit verlassen können“, betont Simon Hartmann. Der Regionalverkehr auf der Leinetalstrecke litt in der Vergangenheit zu oft unter Unpünktlichkeit und unvorhersehbaren Zugausfällen. „Ich erhoffe mir vom neuen Betreiber deutlich mehr Konstanz im Fahrplan und eine drastische Reduzierung von Fahrtausfällen. Vertrauen in den ÖPNV entsteht nur durch Verlässlichkeit.“
Meilenstein Bodenfelde als Vorbild: Nörten-Hardenberg muss folgen
Ein funktionierender Nahverkehr beginnt jedoch bereits am Bahnsteig. Hartmann lobt in diesem Zuge den erfolgten, barrierefreien Umbau des Bahnhofs Bodenfelde ausdrücklich als wichtiges Signal für die Region. Dies dürfe aber nur der Anfang gewesen sein. Der Landratskandidat fordert nun kontinuierliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur vor Ort.
Ganz oben auf seiner Agenda steht dabei die Gemeinde Nörten-Hardenberg: „Der Bahnhof Nörten-Hardenberg braucht dringend einen barrierefreien Umbau. Mobilitätseingeschränkte Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck dürfen an unseren Stationen nicht blockiert werden. Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern Standard moderner Daseinsvorsorge. Daher bitte ich die Deutsche Bahn nachdrücklich, die erforderlichen Maßnahmen deutlich vor der geplanten Generalsanierung der Strecke vorzunehmen.
Sicherheit erhöhen, Bahnhofsgebäude reaktivieren
Neben der Barrierefreiheit sieht Hartmann akuten Handlungsbedarf in zwei weiteren zentralen Bereichen des Bahnverkehrs:
- Sicherheit an Bahnhöfen stärken: Bahnhöfe müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit sichere Orte sein. Hartmann fordert ein abgestimmtes Konzept aus besserer Beleuchtung, moderner Videoüberwachung und spürbar mehr Präsenz von Sicherheits- und Servicekräften an den Stationen.
- Reaktivierung von Bahnhofsgebäuden: Viele historische Bahnhofsgebäude und geschlossene Bahnstationen in Südniedersachsen liegen brach. „Wir müssen diese ungenutzten Immobilien reaktivieren und wieder den Reisenden zugänglich machen“, so Hartmann. Ziel müsse es sein, die Gebäude mit Leben zu füllen – sei es durch Wartebereiche, Kioske, Fahrradstationen oder lokale Begegnungsstätten, um das Reisen attraktiver und komfortabler zu gestalten.
Schienenverkehr für alle Menschen in Südniedersachsen zukunftssicher aufstellen
Für Simon Hartmann steht fest: Südniedersachsen darf beim Thema Mobilität nicht abgehängt werden. Der Betreiberwechsel auf der Leinetalstrecke muss als Katalysator genutzt werden, um den Schienenverkehr der gesamten Region, also auf der Nord-Süd-Strecke, auf der Harz-Solling-Bahn und auf allen anderen Bahnstrecken im Landkreis Northeim zukunftsfähig, sicher und für alle Menschen zugänglich aufzustellen.