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3. April 2007: Otto Graeber fordert präventive Bildungsstrategie

"Jung und Alt gemeinsam klüger: Lebenslanges Lernen verbindet die Generationen" - das ist das Motto, unter das die sozialdemokratischen Seniorinnen und Senioren den Tag der älteren Generation am 4. April 2007 gestellt haben. Zum Aktionstag der AG SPD 60 plus am 4. April 2007 erklärt der Bundesvorsitzende der AG SPD 60 plus, Otto Graeber:



Das Leistungsvermögen unseres Landes wird zunehmend von den Fähigkeiten der Älteren abhängig sein. Umso wichtiger ist es, die Leistungskraft Älterer zu bewahren, zu erweitern und die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, damit ältere Menschen im Arbeitsleben und in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ihre Fähigkeiten einbringen können.
Wir wollen nicht, dass die Älteren in Deutschland vor verschlossenen Türen stehen. Jede Frau und jeder Mann hat das Recht, in unserem Land dabei zu sein: mitgestalten, mitbestimmen und mitentscheiden, darf niemandem verwehrt sein - unabhängig vom Lebensalter. Die AG 60 plus fordert eine präventive Bildungsstrategie, die Menschen jeglichen Alters befähigt, ihre Fähigkeiten permanent fortzuentwickeln - indem sie Neues aufnehmen und mit gegebenem Wissen fruchtbar verbinden. Nur wenn es gelingt, die Älteren in den Prozess des lebenslangen Lernens ganz selbstverständlich zu integrieren, werden die Herausforderungen der Globalisierung und des demographischen Wandels erfolgreich zu bestehen sein. Prävention bedeutet in diesem Fall, Sorge zu tragen, dass niemand ausgegrenzt wird. Deutschland braucht alle und kann deshalb nicht auf die wachsende Gruppe der Älteren verzichten. Wir brauchen mehr Anreize für Lust auf Lernen, für Lust auf Weiterbildung auch im Alter. Die Älteren erheben Anspruch auf eine präventive Bildungsstrategie, weil sie ein Recht auf Teilhabe in unserem demokratischen Gemeinwesen haben. Bildung ist für uns keine ausschließlich ökonomische Größe, sondern von einer umfassenden politischen Dimension. SPD 60 plus steht für das Recht der Älteren auf Bildung, weil sich damit auch entscheidet, welche Rolle ältere Menschen künftig in unserem Land spielen. Aktiv und beteiligt, gleichberechtigt und gestaltungsstark und immer noch kreativ, auf der Höhe der Zeit, selbst in späten Jahren - das ist unser Konzept für ein produktives Alter. Zum Wohle der älteren Menschen hierzulande und zum Nutzen Deutschlands insgesamt.

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